Platt im 21. Jahrhundert

Im 20. Jahrhundert bildete sich in Norddeutschland neben dem hochdeutschen ein niederdeutscher Kulturbetrieb in allen Schattierungen der Professionalität. Seit den 90er Jahren nimmt die allgemeine Aufmerksamkeit für Plattdeutsch zu. Seit 1999 ist Niederdeutsch als Regionalsprache anerkannt und in der „EU-Charta für Regional- oder Minderheitensprachen“ eingetragen. Zusammen mit Friesisch, Dänisch, Sorbisch und Romanes (der Sprache der Sinti und Roma). Die Bundesregierung stellt sie dadurch offiziell unter Schutz. Ein Gesetz allein hilft einer Sprache jedoch nicht. Sie muss gebraucht und verwendet werden.

Alltäglich ist derzeit das Thema Platt in den norddeutschen Medien präsent. Theaterstücke, Bücher, Musik werden vorgestellt. Und es wird diskutiert über die Zukunft von Plattdeutsch. Pilotprojekte mit zweisprachigen Kindergärten finden viel Zulauf und die Menschen begrüßen sich gerne – und nicht selten stolz – mit „Moin“.

Dies mag damit zu tun haben, dass den Menschen langsam bewusst wird, dass ihre Sprache potenziell vom Aussterben bedroht ist – oder vielleicht auch damit, dass die niederdeutsche Kultur heute nach wie vor die Aufmerksamkeit wert ist!
(Stefan Bargstedt: Platt! Wo und wie Plattdeutsch ist. Bremen 2008, Seite 143)

Darum bieten wir im Heimatverein an:

  • plattdeutsche Museumsführungen
  • plattdeutsche Gottesdienste
  • Aktionen mit Kindern auf Plattdeutsch
  • den plattdeutschen Arbeitskreis, der sich im Winterhalbjahr trifft