Treppenspeicher

Der Treppenspeicher stammt aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Er stand ursprünglich auf dem Marquardt'schen Hof in Hasselhorst (14 km nördlich von Winsen). 1981 wurde das Gebäude abgetragen und 1983 wieder aufgebaut.

Der Speicher diente in erster Linie der Aufbewahrung von Getreide, Lebensmitteln und wertvollem Hausrat. Aus Feuerschutzgründen wurde ein sehr großer Abstand zum Bauernhaus gehalten. In dem Gebäude finden Sie eine umfangreiche Sammlung von Imkergeräten sowie eine Ausstellung zu Wäsche und Leinen.

 

Imkerei

Bienenhaltung war über Jahrhunderte eine wichtige Erwerbsquelle in der Lüneburger Heide. Der Honig wurde und wird als Nahrungs- und Genussmittel geschätzt. Das wertvolle Wachs der Bienenwaben wurde gewonnen, um daraus Kerzen zu fertigen.

Seit Mitte des 19. Jh. ist die Imkerei wegen der Ausweitung der Äcker und Wiesen sowie des Waldbaus im Rückgang begriffen. In der Lüneburger Heide wird heute kaum noch die traditionelle Korbimkerei betrieben. Die Imker fertigten runde Bienenkörbe aus Strohwulsten an, die durch einen Ring gezogen, mit Tannenwurzeln zusammengeflochten und mit Kuhmist verstrichen wurden. Offen blieb ein kleines Flugloch.

Um 1860 kamen rechteckige Strohkörbe mit herausnehmbaren Holzrahmen auf. Die Korbimkerei wurde inzwischen durch die Magazinimkerei abgelöst, bei der die Bienenvölker in Kästen gehalten werden. Die zur Imkerei notwendigen Werkzeuge und Hilfsmittel sind in der Ausstellung zu sehen.


Waschen

Auf den Höfen in der Lüneburger Heide wurde bis ins 20. Jh. lediglich einmal im Monat "Große Wäsche" gewaschen. Dieses war auch nur möglich, wenn die Aussteuer der Bäuerin umfangreich genug war. Waschtage erforderten die Arbeitskraft mehrerer Frauen und waren nur in einer nicht so arbeitsreichen Zeit möglich. Zum Waschen wurde auf dem Hof das Regenwasser aufgefangen. Es ist weicher als anderes Wasser. Mit diesem Regenwasser wurde die Waschlauge hergestellt. Gespült wurde die Wäsche in fließenden Gewässern; in Winsen z.B. in der Aller und Örtze. Flusswasser war wiederum weicher als Brunnenwasser, das oft zu hart, zu kalk- oder in der Heide zu eisenhaltig war.

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