Bauernhaus

Ein kleines niederdeutsches Hallenhaus in Zweiständerbauweise bildet den Mittelpunkt des Freilichtmuseums. Das Kötnerhaus wurde 1653 von Dietrich Olvers gebaut und 1980 am ursprünglichen Standort an der Kahlenweide hier in Winsen abgebaut und 1982 als erstes Gebäude der Museumsanlage wiedererrichtet.

Das Haus ist ein für die norddeutsche Gegend typisches Wohnstallhaus, das Wohnung, Stallraum und Erntelager unter einem Dach vereinte. Es wird auch als Rauchhaus bezeichnet, da bis zum 19. Jh. kein Kamin vorhanden war. Über der Herdstelle wurden Würste, Schinken und Speckseiten geräuchert. Durch das Eulenloch im Giebel zog der Rauch nach außen.

Eine umfangreiche und vielfältige Innenausstattung, die aus der Jahrhundertwende stammt, vermittelt einen guten Einblick in die Lebens- und Wirtschaftsverhältnisse der bäuerlichen Bevölkerung der Südheide.

Kötnerhaus:
Grundherr für diesen Kötnerhof war der Pastor in Winsen, an den der Pächter Abgaben leisten musste. Hinzu kamen Verpflichtungen an die Landesherrschaft, die aus Abgaben, Steuern und Diensten bestanden. Sie stellten eine erhebliche zusätzliche Belastung dar. Kötnerhöfe entstanden aufgrund des Bevölkerungsanstiegs durch Hofteilung oder Zuordnung. Der Landbesitz der oft kleinen Höfe reichte nicht aus, um eine Familie zu ernähren, sodass zumindest der Hauswirt noch als Tagelöhner arbeitete. Tagelöhner nahmen Gelegenheitsarbeiten an.



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Einzelne Bereiche des Bauernhauses

Die Dönz (auch "Döns") - die gute Stube des Bauernhauses.

Das Flett, der Küchenraum, mit der offenen Herdstelle.